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Pokern kann so schrecklich sein (Kopenhagen 2009)

Gut gelaunt und mit viel Selbstvertrauen kamen wir  in Kopenhagen an, wo wir nach kurzem Aufenthalt im Hotel ins Radisson SAS fuhren, welches das Spielcasino beherbergt, in dem die “Scandinavian-Open” ausgetragen werden.

Nachdem ich meine Auslosung und meine Tischplatzierung gesehen hatte (Tisch 2 Platz 3), musste ich feststellen, dass ich einen mit Profis gespickten Tisch zugelost bekommen hatte. Darunter der Norweger Christopher Ulsrud, der als Professor bekannte Däne Martin Wendt, Carter Gill aus Kanada, die alle schon mehrere große Turniere gewonnen haben. Aber auch sehr illustre Persönlichkeiten, wie die Freundin von Boris Becker Lilly Kerssenberg und der ehemalige Fußballstar Tomas Brolin, den ich schon aus einigen Turnieren kannte, waren an meinem Tisch

Der Tisch neben uns hatte es ebenso in sich mit der Nummer 1 der Poker-Weltrangliste Bertrand Grospellier, Annette Obrestad (gilt als momentan weltbeste Spielerin) und dem wieder mal geschlagene 2 Stunden zu spät kommenden Gus Hansen.

Mit anfänglichen Respekt beobachteten wir die sehr aggressive Spielweise von “Lilly”, welche  ihr zu Beginn auch einige Anfangsgewinne einbrachte. Boris, der einige Tische weiter selber aktiv war, schaute sich bereits in den ersten 2 Stunden einige Male nach ihr um und wünschte mir Glück, da wir uns noch aus Monaco kennen, was ich natürlich gerne erwiderte.  Mit Küsschen und Aufmunterungen bei Lilly war es zwar gut gemeint, nützte aber nichts.  Bereits nach etwa 90 Minuten war “dank ihrer überschaubaren Spielweise” der Stack auf ca. 1000 (Anfang 10.000) gesunken und dieser an fast alle Spieler am Tisch aufgeteilt (wieso kann es nicht mehr von diesen Spielern geben)???

Nach Lillys Ausscheiden entfernte sich der Großteil der Kameraleute und Fotografen von unserem Tisch und wandte sich dem “Todestisch” mit Gus Hansen zu. So konnten wir uns etwas besser auf das eigentliche Pokern konzentrieren.

Fast 4 Stunden waren gepokert und ich konnte meinen Anfangsbestand von 10.000 halten, obwohl ich keine guten Karten bekam und ich eigentlich nur mit Bluffs Chips einsammeln konnte. Doch dann kam im letzten Spiel vor der Pause eine Hammerkarte für mich, auf die ich so sehnsüchtig gewartet hatte.

Im Big Blind sitzend limpten 5 Spieler vor mir, welche ich mit , , checkte. Im Flop tauchten auf , , , ein geflopter Flush!!! Martin Wendt setzte den 3-fachen Big-Blind und alle Spieler foldeten. Ich callte…… Eine weitere , am River bewegte Martin nach langer Überlegungszeit ein all in anzusagen, welches ich eigentlich mit Freude hörte, da ich hoffte meinen Stack noch vor der Pause zu verdoppeln und so zu den im Turnier Führenden aufzuschließen.

Was er zeigte, war ein Schock für mich , ,  FULL-HOUSE……..

Nach dieser Hand werde ich einige Zeit pausieren, da mir in Prag fast dasselbe passiert ist (siehe gesonderten Bericht) und ich im Moment das Pokern “hasse”.

Ich denke aber, dass dieser Hass nicht lange dauern wird und ich trotzdem in kurzer Zeit wieder in das Turniergeschehen einsteigen werde.

So long

Fränkie

PS:  Fotos von dieser Veranstaltung baue ich demnächst noch ein

Auf gehts nach Kopenhagen

Bereits heute mach ich mich auf den Weg nach Berlin, um dort ein kleines Turnier zu spielen und etwas Gefühl für meinen morgigen Start bei den Scandinavian-Open in Kopenhagen zu bekommen.

Dort trifft sich bereits ab heute ein sehr großer Teil der Weltelite sowie “Hobby-Pokerspieler” wie   Boris Becker nebst Freundin. Das “Hobby” ist hier nicht böse gemeint, doch finde ich, dass Boris (habe letztes Jahr in Monaco mit ihm gespielt) ein doch relativ leicht zu durchschauender Pokerspieler ist (im Gegensatz zur Dauerwerbung auf DSF, in der er an ein Rezept denkt).

Fast alle Deutschen “Stars” haben sich angemeldet, aber auch der momentane Weltmeister Peter Eastgate, der ein absolutes Heimspiel hat.

Mit Peter saß ich bereits bei den Spanish-Open in Barcelona am Tisch. Ich hatte das Vergnügen am 2. Tag etwa 3,5 Stunden gegen ihn zu spielen,  bevor er etwas unglücklich ausschied.

Ich hoffe auf etwas mehr Glück wie bei meinen letzten Auftritten der EPT-Serie und werde mein absolutes Verliererblatt mit QQ nicht mehr  “all-in” spielen (hoffe ich)…

So long

Fränkie

Everest – Qualifikation EPT Kopenhagen 2. Platz

Wie hart Pokern sein kann, musste ich bei der Qualifikation zum EPT-Turnier in Kopenhagen erfahren.

Nachdem ich eine Zeitlang nicht mehr gepokert hatte, meldete ich mich für die o.g. Qualifikation an, welche um 22.00 Uhr mit 70 Spielern begann.  Da der 1. Platz ein Preispaket von 12.000 $ beinhaltete, war für die Plazierten nur viagra wenig Cash übrig (zwischen 300 und 800 $).

Im Spiel konnte ich mich durch einige geglückte Bluffs und andere gelungenen Aktionen bis zum Finaltisch vorspielen, an dem ich schließlich im Heads-up gegen einen jungen Schweden um den Sieg spielte.
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